Der Folklore-Chor Montabaur und Eintracht Musica Viva Welschneudorf „erleuchteten“ die Niederelberter Pfarrkirche
Das 4. Adventskonzert, das der Folklore-Chor mit seinen Partnern aus Welschneudorf am Nachmittag des zweiten Advents in der gut gefüllten katholischen Kirche St. Josef in Niederelbert veranstaltete, stand vorwiegend im Zeichen adventlichen Lichts. Unter allen Facetten einer stimmungsvollen Adventszeit, an die die Vorsitzende, Mechthild Grüb-Hartung in ihrer Begrüßung erinnerte, hatte sich das Doppelensemble unter der versierten Leitung von Regine Reisinger vorrangig das Lichtermotiv ausgewählt.
Waren die Zuhörer noch zu Beginn mit ‚Knospen springen auf, Blüten an den Zweigen‘ an den alten Brauch der Barbarazweige erinnert worden, hieß aber bald ‚Es naht ein Licht‘, gefolgt von der Frage ‚Sind die Lichter angezündet?‘ Mit diesem Titel griffen die Sängerinnen und Sänger das Motto der traditionellen Weihnachtskonzerte im Leipziger Gewandhaus auf, wie Moderator Ulrich Rothkegel zu berichten wusste. Am Piano von Arngard Schmidt begleitet, intonierte die Chorgemeinschaft aber auch den Ausblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest bei ‚Das große Wunder hat ganz klein begonnen‘ und ‚Menschenkind im Stall geboren‘. Festlicher Klang erstrahlte dann besonders bei „Exsultate Cantamos Festivo‘ von Jay Althouse.
Zum Programm eines Adventskonzerts in Niederelbert gehört aber immer ein instrumentales Pendant, das in diesem Jahr von Klaus Schäfer mit dem Präludium c-moll und ‚Wachet auf‘ von Joh. S. Bach gestaltet wurde. Den besinnlichen Ton übernahm dann auch Sigrid Kliebhan mit der Geschichte ‚Vom König mit den leeren Händen‘, die einen nachdenklichen Blick auf die Überfrachtung des Weihnachtsfestes wirft.
„Ein wunderbar rundes Programm“ war folgerichtig auch der Eindruck, den einige Besucher nach dem Konzert äußerten. Selbst die fremdsprachige Folklore, ohne die es beim Folklore-Chor nicht geht, wie Ulrich Rothkegel augenzwinkernd anmerkte, thematisierte im letzten Teil wieder die Kraft des Lichts: ob beim südafrikanischen Prozessionsgesang des ‚Siyahamba‘ (Wir wandeln im göttlichen Licht) oder dem gospel-song ‚This little light of mine‘. Solchermaßen ‚be- oder erleuchtet‘ entließ das Ensemble sein begeistertes Publikum nach Hause bzw. zum anschließenden Adventskaffee ins Pfarrheim.